19.12.2025 | Die Beschäftigten der OL Produktionsgesellschaft in Elsnigk im Osternienburger Land fordern eine Zukunft für ihre Arbeitsplätze.
Vor einem Jahr übernahm Gerdes mit Hauptsitz in Lengerich (Niedersachsen) den Betrieb aus der Insolvenz von Fensterbau Gussek. Dann folgte die Umbenennung in OL Produktionsgesellschaft. Der Betrieb fertigt Holz- und Holz-Aluminium-Fenster und Türen in Serie und Einzelfertigung unter anderem im Bereich Denkmalschutz.
Offensichtlich misslang es der Geschäftsführung in den Monaten nach der Übernahme einen stabilen Plan für den Betrieb zu erarbeiten und umzusetzen. Trotz moderner Produktionsanlagen und guter Produkte kam es bereits Anfang 2025 wieder zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens.
Dann der Schock: am 12. November 2025 schliddert das Unternehmen in die nächste vorläufige Insolvenz. Seitdem gibt es kaum Auskünfte der Geschäftsführung zur Situation. Bis heute wurde dem Betriebsrat von der Geschäftsführung kein Konzept für den Standort vorgelegt.
Sebastian Fritz, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall unterstreicht: „Die Geschäftsführung ist in dieser extrem angespannten Situation vollständig abgetaucht, der Geschäftsführer für die Beschäftigten nicht mehr erreichbar. Bis heute kennen wir als IG Metall keinen Plan für den Standort. 32 Beschäftigte und ihre Familien wissen nicht, was ab Januar passiert und ob sie Lohn bekommen werden. Als Arbeitgeber Verantwortung zu übernehmen, sieht anders aus.“.
Zum 31.12.2025 endet der Zeitraum, in dem Insolvenzgeld bezahlt wird. Am Montag, 22.12. beginnt bereits die Betriebsruhe über den Jahreswechsel. Was danach kommt, darüber herrscht bisher Schweigen.
Wir fordern, dass die Geschäftsführung sich endlich bewegt und ein tragfähiges Konzept für den Standort vorlegt. Die Arbeitsplätze aller 28 Beschäftigten und auch die 4 Ausbildungsplätze stehen auf dem Spiel.
Die Beschäftigten fordern eine Zukunft für Elsnigk!